Mathias Kellner - Kommunikationstrainer

Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof im schönen Eichsfeld, in einer Zeit wo die ganze Familie von der Gesunderhaltung der Tiere abhing. Die Massentierhaltung gab es auf dem Land nicht und das Wohlergehen des einzelnen Tieres stand sehr im Vordergrund. Der Umgang mit den Tieren, sowie deren Pflege und Haltung war somit eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. In diese Aufgabe bin ich in frühster Kindheit hinein gewachsen. So habe ich auch sehr früh bemerkt, dass jedes Tier seine Eigenheiten hat und eine eigene Persönlichkeit besitzt mit ganz speziellen Verhaltensweisen.

Meine vier wichtigsten Erkenntnisse aus meiner Kindheit auf dem Bauernhof!

Erkenntnis 1

Kühe können durch ihre spitzen Hörner und ihre Körpermasse für den Menschen sehr gefährlich werden. Wer mit Ihnen zu tun hatte, musste jede Kuh genau kennen, individuell behandeln und einschätzen können. Denn mit Kraft kommt man bei diesen Tieren nicht weit. Berücksichtig man das, kann selbst ein Kind eine Kuh mit einer Leine sicher führen und lenken.
Dieses war meine erste Erkenntnis: Du brauchst keine Kraft um ein großes Tier zu beherrschen. Eine Leine und Erfahrung im Umgang mit diesem Tier genügt.

Erkenntnis 2

In dieser Zeit sammelte der Schäfer noch die einzelnen Schafe von den Bauern im Frühjahr ein und hütete mit dieser Herde die Brachflächen und Feldwege ab. Der Schwierigkeitsgrad war, dass der Schäfer die Herde Zentimeter genau durch die Feldwege führen musste, ohne das die Schafe auf den Felder Schaden anrichteten. Dieses war nur möglich mit gut ausgebildeten Hunden, die sich Zentimeter genau auch auf großen Distanzen von dem Schäfer führen ließen.
Dieses war meine zweite wichtigste Erkenntnis: Man kann Tiere (in diesem Fall Hunde und Schafe) auch auf größere Distanzen frei und ohne Leine, sicher, nur durch Zeichen, Pfeifen und Rufen lenken.

Erkenntnis 3

Im Dorf ist es üblich, dass jeder irgendwie mit jedem zu tun hatte. So kam ich in meiner Kindheit auf die unterschiedlichsten Höfe und bemerkte, dass manche Bauern, besonders in Stresssituationen, lauter und hektischer mit den Tieren umgehen. Andere Bauern wurden wiederum in Stresssituationen ruhiger, leiser und langsamer im Umgang mit den Tieren.
Dieses war meine dritte wichtige Erkenntnis: Je ruhiger und langsamer du wirst, desto besser verstehen dich die Tiere.

Erkenntnis 4

Auf dem Dorf ist es üblich, dass die meisten Erwachsenen einen „Titel“ haben, z.B. der schlaue Fritz, der dumme Heinrich, der sture Jakob usw. Bei den Tieren war das nicht anders, z.B. das edle Pferd, der treue Hund, die eigensinnige Katze, die dumme Gans, der störrische Esel usw. Tiere die man gegessen hat, galten eher als dumm und Tiere die den Menschen bei der Arbeit halfen, galten eher als schlau. Kinder haben diese Vorurteile noch nicht und da mich die „dummen“ Tiere genauso interessierten, wie die „schlauen“ verbrachte ich auch viel Zeit bei den Hühnern. Ich lernte sie immer besser zu beobachten und einzuschätzen, sodass mir die Hühner nach einer gewissen Zeit folgten wie ein Hund. Ich lernte das man auch „dummen“ Tieren etwas bei bringen kann, wenn man sich mit Ihnen beschäftigt.
Dieses war meine vierte wichtigste Erkenntnis: Durch unvoreingenommene, liebevolle Beschäftigung kannst du jedem Tier etwas beibringen und die freie Folge ist eine unbedingte Voraussetzung dafür.

Das Ergebnis meiner Erkenntnisse:
FASZINATION TIERKOMMUNIKATION

Diese Erkenntnisse habe ich über die Jahre immer mehr ausgebaut, vertieft und weiter entwickelt. Nun nutze ich diese Erfahrungen bei der Arbeit mit Tieren und Menschen, denn diese Naturgesetze gelten für alle Lebewesen.
Aus diesen Erkenntnissen und der jahrelangen Erfahrung mit den unterschiedlichsten Haus- und Wildtieren, ist die Seminarreihe Faszination Tierkommunikation entstanden. In meinen Seminaren bringe ich dir bei, wie du die Signale deines Hundes (bzw. deines Tieres) erkennst, sodass du das Verhalten in die von dir gewünschte Richtung ändern kannst.